Für offene Immobilienfonds gelten neue Regeln

Mit offenen Immobilienfonds kann sich nahezu jeder Anleger an Immobilien beteiligen. Wer dies in der Vergangenheit auch tat, konnte an den Vorzügen von Immobilien partizipieren und auch grundsätzlich über sein Kapital kurzfristig verfügen. Auch künftig sind offene Immobilienfonds eine interessante Möglichkeit, sein Geld mit einer breiten Streuung  in Immobilien zu investieren.

Jedoch haben in Folge der kritischen Entwicklung der Finanzmärkte in 2008 viele Immobilienfonds aktuell mit Problemen zu kämpfen. Nicht wenige sind geschlossen worden und befinden sich gerade in der Abwicklung. Institutionelle Investoren lösten damals durch Abzug großer Geldmengen in kurzer Zeit eine Schieflage der Fonds aus, denn um die Auszahlungen abwickeln zu können, waren die Fonds gezwungen auf ihre Reserven zurückzugreifen.

Um eine solche Situation künftig zu vermeiden, wurden im Anlegerschutzgesetz seit diesem Jahr neue Regeln beschlossen und ab dem 22. Juli 2013 tritt zudem das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) in Kraft. In diesem Zusammenhang ergeben sich neue Modalitäten in der Abwicklung von offenen Immobilienfonds.

Gemäß dem Anlegerschutzgesetz gilt seit diesem Jahr eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten und eine Kündigungsfrist von 12 Monaten vor der beabsichtigten Anteilsrückgabe. Altbestände (Anteile, die zum 21. Juli 2013 im Fondsdepot verwahrt werden) fallen unter einen Freibetrag und können bis zu 30.000 Euro im Kalenderhalbjahr verkauft werden.

Ab dem in Kraft treten des KAGB  fällt der Freibetrag für Anteilsrückgaben in Höhe von 30.000 Euro im Kalenderhalbjahr weg. Somit können neue Anteile, die ab dem 22. Juli 2013 im Fondsdepot verwahrt werden, lediglich einmal jährlich veräußert werden.

Welche Auswirkung haben diese Änderungen auf Ihr MFX-Depot?

  • Hinsichtlich einer korrekten Abwicklung von Neu- und Altbeständen und um die Freibeträge abgrenzen zu können, werden Zukäufe zu bestehenden Anteilen von offenen Immobilienfonds über ein Zweitdepot geregelt.
  • Generell wird das Bankhaus Metzler zukünftig keine Depotüberträge für offene Immobilienfonds zulassen.
  • Ausschüttungen werden generell zugunsten des Cash- bzw. Referenzkontos überwiesen.