Auswirkung des neuen §34f GewO auf die Anlageberatung

Seit Jahresbeginn benötigen gewerblich tätige Finanzanlagenvermittler eine neue Erlaubnis für die Vermittlung und Beratung von Finanzanlageprodukten. Bis zum 30.06.2013 haben Finanzanlagenvermittler, welche bisher gem. §34c tätig waren, Zeit, die neue Erlaubnis zu beantragen und bis zum 31.12.2014 ihre Sachkunde nachzuweisen.

Die Erlaubnis zur Berufsausübung gemäß dem neuen §34f GewO wird erteilt, wenn hinsichtlich persönlicher Zuverlässigkeit, geordneten Vermögensverhältnissen, das Vorhandensein einer Berufshaftpflichtversicherung sowie der Kenntnisse und Fähigkeiten alle Anforderung erfüllt sind. Zum Stand 15. Juni 2013 waren von etwa 70.000 freien Finanzanlagevermittler 16.845 in das Finanzanlage-Vermittlerregister mit erteilter Erlaubnis eingetragen.

VCM erfüllt alle neuen Anforderungen. Im Mai 2013 wurde der VCM die Erlaubnis gem. §34f GewO uneingeschränkt erteilt.

FAV-Registrierungsnummer: D-F-123-JSW3-83

VCM besitzt eine Erlaubnis als Finanzanlagen­vermittler nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO
Die Erlaubnis umfasst die Finanzanlagen­vermittlung von:

Anteilscheinen einer Kapitalanlagegesellschaft oder Investmentaktiengesellschaft oder von ausländischen Investmentanteilen, die im Geltungsbereich des Investmentgesetzes öffentlich vertrieben werden dürfen (§ 34f Abs. 1 Nr. 1 GewO)

öffentlich angebotenen Anteilen an geschlossenen Fonds in Form einer Kommanditgesellschaft (§ 34f Abs. 1 Nr. 2 GewO)

Auswirkung auf die Anlageberatung:

In Folge der Regulierung werden sich Anleger  auf einen deutlich erhöhten Zeit-, Dokumentations- und Informationseinsatz einstellen müssen. Finanzanlagevermittler sind nun verpflichtet, vor Abschluss einer Geldanlage die persönlichen Daten und die finanzielle Ausgangssituation des Anlegers (Einnahmen/Ausgaben; Guthaben/Verbindlichkeiten) zu dokumentieren. Weiterhin sind die Erfahrungen und Kenntnisse des Anlegers in Bezug auf die Anlage sowie die Risikoneigung und -bereitschaft für das angestrebte Geschäft zu erfassen. Ebenso was im Beratungsgespräch empfohlen wurde und die Begründung dazu.

Reichen die Erfahrungen des Anlegers in Bezug auf das angestrebte Geschäft nicht aus, so muss die Aufklärung zu den Risiken/Chancen der Anlage zusätzlich dokumentiert werden. Liegen wesentliche Informationen vom Anleger nicht vor, wird der Anlageberater das Geschäft nicht durchführen können. Auch Anleger sind in der Verpflichtung die erhaltenen Informationen inhaltlich nachzuvollziehen und zu bestätigen.

Die erhöhten Ansprüche in der Finanzanlagenvermittlung haben für Berater und Anleger jedoch auch den Vorteil der erhöhten Qualität in der Beratung und Produktauswahl.

Wie denken Sie über die erhöhten Dokumentationsplichten und deren Folgen?